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Molina Gold
Since 06/2019 30 Episoden
Heute bin ich im Gespräch mit Miss Allie, der kleinen Singer-Songwriterin mit Herz. Den Titel - den hat sie sich selbst gegeben und macht ihm auch alle Ehre: Mit 1,50m singt sie über das, was ihr Herz bewegt. Und dabei kommen ganz schön große Themen und Töne raus!

Aus Mecklenburg stammend, zog sie für ihr Studium der Kulturwissenschaften nach Lüneburg und lebt auch heute noch dort. Während dieser Zeit des Studiums bahnte sie sich auch immer weiter den Weg hin zur Musikerin. Während ihres Australien-Aufenthalts nach dem Bachelor hat sich die Liebe zur Musik dann weiter entwickelt und erstmalig professionell ausgeweitet. So kam es quasi durch Zufall, dass Miss Allie dort erste Auftritte hatte und auch ihr erstes Album veröffentlichte - englischsprachig. Darin singt sie über das, was sie im Leben bewegt. Die Lieder klingen leicht und fröhlich, doch die Themen sind es nicht immer. Zum Beispiel geht es um auch Selbstmord, Vergewaltigung, häusliche Gewalt, Krieg, Selbstverwirklichung, Klischees brechen und auch die Liebe. Die Liebe, ein Thema was auf der zweiten Platte besondere Beachtung bekam.

Dass sie heute damit auf den Bühnen steht, inzwischen deutsche Lieder singt, Preise gewinnt und ihre Fangemeinde immer stärker wächst, begann ebenfalls in Australien, als ihre Beziehung ein Ende fand. Ein harter Schlag für sie, der sie aber dazu brachte, auf Deutsch zu schreiben…sodass der Ex nichts verstand. Das hat gut geklappt und so entstand ihr erstes deutschsprachiges Album „Mein Herz und die Toilette“. Sie erzählt uns heute, welchen Unterschied es für sie macht, in Englisch oder Deutsch zu singen und wie sie sich für die deutschen Songs erst eine neue Mechanik entwickeln musste. Doch ob englisch oder deutsch, all ihre Texte tragen immer einen Teil ihrer Selbstfindung, ihres FOUND MY MEE in sich.

Das zweite, wie auch das jetzige dritte Album, finanzierte Allie über startnext, was hervorragend geklappt hat. Auch auf dieser Plattform präsentiert sie sich ganz in der „Miss Allie Art“. Die Miss Allie Art, das ist ein bewusstes Spiel mit Klischees und ein ganz bestimmter Humor. Sie ist klein, blond, blauäugig, hat ein Herz mit Miss Allie am Mikro hängen und bindet mit ihrer kokett-frechen Art das Publikum stets mit ein. Sie baut anfangs immer einen Kontakt auf, leiten jeden Song mit einer kleinen Geschichte ein und tritt zwischendurch immer wieder auch in direkten Dialog mit den Zuhörern. Pur, nur mit Gitarre und ihrer Stimme, steht sie barfuß auf der Bühne und lässt die Figur „Miss Allie“ voll aufblühen.
Dabei entwickelt sie live eine Kraft, die einen wirklich nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Einen Eindruck, den man mitnimmt und auf die Figur projizieren kann, welche uns durch ihre CD führt. Alles selbst skizziert, führt uns ein blonder Miss Allie Comic durch das Abwassersystem der Toilette, wo sie ein gelbes Pferd mit lila Punkten trifft was sie sozusagen rettet. Pink ist die leitende Farbe. Das scheint auf der neuen Platte, die Mitte November erscheint, auch so zu bleiben, jedoch mischt sich hier ein wenig Gold unter. Warum, erzählt sie uns hier exklusiv. Inhaltlich wird es, wie sie verrät, wieder mehr um Themen gehen, die sich nicht nur um Herzschmerz oder die Chemie zwischen Mann und Frau drehen. Ein Lied beispielsweise ist ganz den Frauen gewidmet: Dieter, das Regeltagebuch. Ein fantastischer Song, der mit viel Humor und Ernsthaftigkeit in den weiblichen Zyklus einführt. Ihre erste, ganz aktuelle, Single-Auskopplung „gelernt ham’ wir nicht viel“ hat sie der Bewegung fridays for future gewidmet. Das neue Album erscheint Mitte November, das Release-Konzert ist diese Woche in Hamburg und Lüneburg.

-> Mehr zu Miss Allie findet ihr hier: Webseite  

2021 - Molina Gold